Archiv des Marke: Stereotype

31 Jan

Monatsmofa im Januar 2014

Neues Jahr, neues Mofa. Töfftöff.

Dank Maximilian Buddenbohm, dessen Blog Herzdamegeschichten überhaupt unbedingt lesenswert ist, habe ich diesen Link hier zu einer Seite mit Tierfotos gefunden, die allesamt phantastisch sind. Diese kleinen Eichhörnchenpfoten! Diese großen Fuchsohren! Und überhaupt! Schaut es euch an.

Diesen Artikel hier über Stereotype möchte ich jedem ans Herz legen, denn er fasst wunderbar genau die Gründe zusammen, warum es sinnvoll ist, etwas zu ändern an Stereotypen, Vorurteilen und Geschlechterverteilungen. Sätze wie “Naja, Frauen/Männer interessieren sich eben nicht so sehr für xy, da muss man doch nicht unbedingt irgendeine Förderung draus machen und irgendwas erzwingen.” oder “Männer/Frauen sind eben auf dem Gebiet xy kompetenter.” bringen mich auf die Palme, weil sie eine wahnsinnige Ignoranz an den Tag legen gegenüber denjenigen Menschen, die eben nicht in das stereotype Muster passen. Nur, weil Männer/Frauen mit bestimten Eigenschaften in den Medien und vielleicht auch im Umfeld mancher Mitmenschen unterrepräsentiert sind, bedeutet das keinesfalls, dass es sie nicht gibt! Sie zeigen diese Eigenschaften vielleicht bloß einfach nicht, weil sie der Meinung sind, dass sie es nicht dürfen/sollten oder… aus Gründen. Und gerade Kindern sollte doch die Möglichkeit gegeben werden, ihren Neigungen nachzugehen, auch wenn sie eben nicht den Stereotypen entsprechen.

Zum Thema typisch weilblich/männlich passend habe ich dann noch diesen Artikel hier gefunden, den ich absolut lesenswert, weil sehr klug und vor allem unaufgeregt finde. Außerdem hat hier ja vermutlich schon jeder bemerkt, dass mich das Thema interessiert. ;)

And now for something completely different:
Kinderfilme und -hörspiele sind ja immer eine heikle Sache. Darf man das, seine Kinder einfach so Dinge konsumieren lassen? So völlig unkreativ?
Aus meiner eigenen Kindheit sind mir jedenfalls sehr markant die “Hexhex!” und “Töööröööö!”-Rufe aus meines Bruders Kinderzimmer in Erinnerung geblieben, denn in dieser Phase war ich schon beinahe ein Tennager und diese Sachen für mich extrem uncool und nervig. Was meine Eltern aber mit diesen Hörspielen der politischen Bildung meines unschuldigen kleinen Bruders angetan haben, das war mir bisher nicht klar. Euch auch nicht? Dann lest mal hier nach.
Nun hat mein Sohn viele dieser Kassetten “geerbt” und ich werde beim nächsten Anhören mal etwas kritischer danebensitzen. ;)

Wütend gemacht hat mich dieser Artikel bei Stefan Niggemeier über die Reaktion der “traditionellen Medien” auf die Online-Petition Markus Lanz betreffend. Vorab: Ich mag Markus Lanz nicht. Er hat für mein Empfinden kein Profil und geht respektlos mit seinen Zuschauern um – alles unter dem Deckmantel des gegelten Schwiegermutterschwarms. Dann lieber Jan Böhmermann “Wetten, dass…?” moderieren lassen, der ist wenigstens ganz offen frech und dabei noch lustig.
Das ist aber nicht der Grund, warum ich beim Lesen wütend wurde. Das lag eher daran, dass Niggemeier einmal mehr die Arroganz der Printmedien vorführte und das verzweifelte Bestreben, im Elfenbeinturm sitzen zu bleiben. Soll der Pöbel Zeitungen kaufen und den Mund halten, bitte keine eigene Meinung bilden – wenn sich das dann aber nicht vermeiden lässt, kann er diese dann bitte wenigstens für sich behalten?!?
Mein erster Impuls, als ich von dieser Petition erfuhr, war, dass ich es albern fand. Ja, Lanz ist ein mieser Moderator und alle beschweren sich dauernd über ihn, aber das? Doch dann habe ich nachgedacht und festgestellt: Was soll jemand, der ihn nicht mehr sehen kann, eigentlich sonst unternehmen? Dass ihn kaum einer mag – außer den Leuten, die ihn überall hin pflanzen und den wenigen Medienleuten, die ihn (eventuell nach Stallorder) beweihräuchern – hat bisher nicht dazu geführt, dass das ZDF irgend etwas geändert hätte. Er darf immer noch dauernd und überall die Leute unterbrechen und sich dabei toll vorkommen. Also bleibt den Zuschauern, die genervt sind, ja fast keine andere Wahl als die der Petition, um sich Gehör zu verschaffen. Natürlich könnte jeder eine gemütlich verpuffende Mail an den Sender schreiben, das wäre aber genauso “einfach”, nur eben nicht so wirkungsvoll. Peh.

Tweets gibt es im Moment keine, weil die hier das Layout kaputt machen und wir erst heraus finden müssen, wieso.