Archiv des Marke: Pudel

18 Okt

Beauty is where you find it – Orange

Beauty is where you find ist ist eine wunderbare Fotoaktion, bei der ich immer wieder schöne und kreative Bilder finde – und auf diese Weise neues Futter für meinen RSS-Reader. ;)
Doch wie immer, wenn ich gern auch an so etwas teilnehmen möchte, will mir einfach kein Motiv einfallen. Ich saß also im Wohnzimmer und überlegte und grübelte, was man schönes fotografieren könnte, in Orange…

Irgendwann fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen: Das allerallerniedlichste orangefarbene Motiv, das es überhaupt geben kann, war gerade dabei, eines seiner Geschwisterchen zu “fressen” und knurrte dabei höchst gefährlich. Deshalb habe ich mit dem Fotografieren gewartet, bis die niedliche, gefährliche kleine Pepper mit ihren Geschwistern zusammen eine Schüssel Hackfleisch vertilgt hatte. ;)

Hier also mein (etwas verspäteter) Beitrag, darf ich vorstellen: Pepper. pepper-orange

 

Wenn ihr mehr orangene Bilder anschauen möchtet, dann klickt doch mal hier:

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19 Mai

John Steinbeck: Die Reise mit Charley. Auf der Suche nach Amerika

Auf dieses Buch bin ich durch meine Schwiegermutter aufmerksam geworden, die es wiederum hauptsächlich wegen des Pudels entdeckte und so… Nunja, so habe ich es auch gelesen. Zum Glück! :)

Grundsätzlich geht es dabei nicht so sehr nur um den Pudel Charley, wie es jetzt scheinen mag, er ist nur eben dabei, wenn John Steinbeck aufbricht, um mit einem Wohnmobilaufsatz auf seinem Pick Up einmal rund um Amerika zu reisen. Er schaut sich mit ihm das Land an, macht zwischendurch immer mal wieder Fft und führt (von seiner Seite) stumme, aber offenbar oft recht lebhafte und erkenntnisreiche Diskussionen mit seinem Herrchen. Szenen also, die wohl jeder Hundebesitzer kennt. ;)

Was aber an diesem Buch am meisten auffällt, ist, wie scharf John Steinbeck seine Mitmenschen beobachtet und wie pointiert und klug er reflektiert und kommentiert, was er sieht. Er bereist das Land, ohne voreingenommen zu sein und ist so offen für allerlei Beobachtungen und Erkenntnisse, die mir persönlich als jemand, der Amerika noch nie persönlich gesehen hat, ein sehr vielfältiges und facettenreiches Bild des Landes zeichnen. Auch grundsätzliche Überlegungen zum Wesen der Menschen und zu Alltäglichkeiten kommen hinzu – alles auch noch schön geschrieben – was will man mehr? Stoff zum Nachdenken wird geliefert, es sind Szenen zum Lachen, welche zum besorgt sein und auch traurige und schreckliche dabei, also 292 sehr volle Seiten.
Ein Beispielzitat gefällig? Okay. Eines, das meiner Meinung nach gut zeigt, wie er an sich unwichtig erscheinende Elemente des Alltags beobachtet und kommentiert und das mich zum Lachen gebracht hat:

Irgendwie hat die Jägerei mit Männlichkeit zu tun, aber ich weiß nicht genau, wie.

(dummerweise habe ich mir die Seitenzahl nicht notiert. Mist. Meine Ausgabe ist aber unten verlinkt, wer also nachlesen möchte…)

John Steinbecks Reise zu begleiten, hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber interessanterweise nicht, wie andere Reiseberichte, das Bedürfnis geweckt, ebenfalls loszuziehen. Vielleicht, weil es bei dieser Reise hauptsächlich um die inneren Erkenntnisse geht und weil ich das Gefühl habe, die auch hier erlangen zu können – am Schreibtisch vor meinem Computer, wenn ich mit Jakob unsere kleine Welt endecke oder auch auf dem Sofa mit einem guten Buch.
Man muss nur, egal, wo man ist und was man tut, die Augen (und Herzen, wie man so schön sagt) offen halten würde ich sagen.

Dieses Buch ist wieder mal eins, das ich jedem ans Herz legen kann. Auch, wenn man keinen Pudel hat! ;)
Außerdem werde ich mir mehr von Steinbeck besorgen müssen… Tja, Bücher kaufen. Man kommt nicht darum herum. Seufz.