Archiv des Marke: Modellieren

17 Aug

Spiegel-Makeover – etwas Maritimes…

 Dieses Projekt habe ich schon letztes Jahr fertig gemacht, warum ich es noch nicht hier eingebaut habe, weiß ich selbst nicht. An dem Artikel habe ich jedenfalls ewig geschrieben… Egal, raus damit. :)

Grundlage ist diesmal ein alter Spiegel, der hier schon ewig herumstand und von dem ich gar nicht mehr genau weiß, wo er eigentlich her stammte. Mir gefiel die Form des Rahmens und des Ausschnittes, bloß die Farbe war nicht wirklich mein Fall, also hatte ich schon lange im Hinterkopf, ihn irgendwie zu verschönern. Als ich dann ein Geschenk für einen lieben Menschen brauchte, dessen Badezimmer an akkutem Spiegelmangel litt, habe ich ihn mir vorgeknöpft. Das Badezimmer ist insgesamt eher maritim gestaltet, also wollte ich, dass der Spiegel irgendwie dazu passt. Glücklicherweise hatte ich von  einem Urlaub am Meer noch jede Menge Muscheln, mit denen ich ohnehin immer irgendwas hatte machen wollen… Hatte sie sogar schon mit Klarlack lackiert, damit sie schön glänzen. :)

Angefangen habe ich an einem schönen Morgen im Frühling (2011!) mit alldem also so:
(Um ehrlich zu sein, stimmt das nicht ganz, weil ich den Spiegel vorher schonmal mit ganz grobem Schmirgelpapier bearbeitet hatte und mir dann einfiel, dass ich noch ein vorher-Foto brauche, also habe ich ihn nochmal hingelegt und so getan, als ob… sorry. *g*)

Meine Zutaten:

  • alter Spiegel
  • selbst gesammelte Muscheln
  • grobes Schmirgelpapier
  • Skizzenpapier und Bleistift
  • Holzstücke (keine Ahnung, welches Holz)
  • Gipsspachtel
  • Hammer und Nägel
  • Zange
  • Pinsel
  • Wasser

Damit ich überhaupt erst anfangen konnte, musste der Spiegel raus, denn sonst hätte ich den vermutlich zerstört oder total verschmutzt. Also:

Hier sieht man schön, dass ich schon fleißig geschmirgelt habe. Hauptsächlich habe ich das gemacht, um die Oberfläche anzurauen, damit das, was ich damit vorhatte, auch hält und klappt. Die Farbe war stellenweise schon ziemlich dick drauf und sehr glatt.

Blöderweise habe ich meine Skizzen nicht mehr, deswegen kann ich meine Gedanken bei der Planung nicht mehr demonstrieren. Ich wollte auf jeden Fall unten einen “Strand” mit den Muscheln und einen Leuchtturm.

Der nächste Schritt also:

Weil man den Gipsspachtel nicht unbedingt allzu dick auftragen sollte, habe ich an den Stellen, die nachher erhaben sein sollten, erstmal einige Holzstücke draufgenagelt, die unterschiedlich dick sind, sodass sie eine schöne Grundlage zum Modellieren bieten. Da rechts der Leuchtturm hin soll, ist dort eben ein längeres Stück Holz, links sollte Himmel sein, dort kann es flach bleiben. Man sieht hier auch schon die erste Schicht Gipsspachtel, die ich auf das Holz geschmiert habe. Dieser Spachtel hat mehrere Vorteile: Er ist günstig und in jedem Baumarkt zu haben, man kann ihn unterschiedlich zäh oder flüssig anrühren, je nachdem, was man möchte, kann dann auch noch mit einem nassen Pinsel alles glätten, und außerdem härtet er recht schnell aus, muss weder gebacken werden noch sonst eigenartige Dinge. Außerdem kann man ihn übermalen, schleifen oder sonstwas, der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. :)

Und daaann:

Habe ich den ganzen Spiegel unterschiedlich dick mit dem Gipsspachtel versehen und auch unterschiedlich gestaltet: Die Stellen, die später Leuchtturm oder Himmel sein sollten, habe ich wie erwähnt mit einem nassen Pinsel etwas glatter gestrichen, die Stellen, wo noch Muscheln hinsollten, so belassen. Dann habe ich angefangen, an den Stellen, die “Strand” sein sollten, Muscheln in den feuchten Gips zu drücken. Wichtig ist, dass man die Muscheln richtig fest andrückt und sie am besten vorher noch mit Gips ganz ausfüllt, sonst können sie beim Trocknen nämlich abfallen oder später hohl liegen und auf Dauer dann locker werden.


Hier sind dann die Muscheln fertig aufgeklebt und es ist überall genug Gipsspachtel, dass keine Farbe rausschaut. Für mein Thema hat der Spachtel noch einen weiteren Vorteil: Er ist sandfarben! :)

Zum Schluss habe ich das Ganze noch ein wenig angemalt, aber irgendwie vergessen, das zu dokumentieren, deshalb habe ich den neuen Besitzer des Spiegels um ein Nachher-Foto gebeten und siehe da:

Fertig! :)