Archiv des Marke: Irgendwas mit Gender

09 Feb

Gewagt

Ich habe vor einer Weile etwas sehr gewagtes getan:

(hier dramatische Musik einfügen)

Ich habe meinem Sohn dieses Set MÄDCHENSOCKEN gekauft.

Mädchensocken

Woran ich erkannt habe, dass es sich um Mädchensocken handelt? Es stand drauf.

Die Alternative für Jungs bestand übrigens aus dunkelblauen und dunkelgrauen Socken, wahlweise uni oder mit einer Ölkanne drauf. Tse.

02 Sep

Was mir Spaß macht – Juli und August 2013

 Irgendwie hatte ich im Juli kaum etwas zusammengestellt, also hatte ich keine Lust, diesen Beitrag zu schreiben. Jetzt fällt mir vielleicht etwas mehr ein… vielleicht. ;)

Dieser Artikel hier hat mich auf sehr vielen Ebenen angesprochen – es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen. Lest ihn einfach. :)

Kram für Jungen und Kram für Mädchen ist ja immer wieder mein Thema, weil es mich einfach entsetzlich nervt. Erstens, weil ich früher überwiegend mit “mädchenuntypischen” Sachen gespielt habe und zweitens, weil ich meinen Sohn nicht durch “Neein! Das ist doch Mädchenkram!” einschränken will. Zu dem Thema habe ich zwei wunderbare Videos/Artikel gefunden: Erster Teil. Zweiter Teil.

Nun zu einer Sache, die ich schonmal empfohlen habe – irgendwie. Holger Kreymeyer, der Macher von Fernsehkritik.tv hat eine neue Plattform ins Leben gerufen, auf der man verschiedene Magazine anschauen kann: Massengeschmack.
Am meisten Spaß macht mir im Moment Lars Golenias Pressesch(l)au. Schaut mal rein!

Irgendwann vor längerer Zeit habe ich begonnen, bei Sortierarbeiten oder beim Basteln oder was weiß ich – also bei Dingen, die meine Hände mehr beschäftigen als meinen Kopf – Youtube-Videos zu schauen. Da kamen mehr und mehr Kanäle hinzu, die ich öfter mal anschaue, beispielsweise die von Bands, die muss ich aber hier nicht unbedingt auflisten. :)
Was mir aber besonders viel Spaß gemacht hat, waren einige Videos von Daaruum. Neben Beautykram, den ich mir nicht unbedingt immer anschaue, hat sie im Juli und August auch öfter DIYs oder auch Backvideos gemacht, und DIE schaue ich mir immer an. Es macht Spaß, weil sie immer gute Ideen findet und weil sie einfach so wahnsinnig sympathisch ist, dass sie beinahe über alles reden könnte und es wäre gut. :)
Besonders empfehlenswerte Beispiele meiner Meinung nach: Die Nutella-Kekse, die Donut-Backaktion, und das Video, in dem sie Schallplatten kaputtmacht. ;)

Noch zwei Tweets zum Abschluss. Ich muss echt mal mehr dran denken, dass ich die eigentlich hier einbauen wollte.

 

 

01 Jul

Was mir Spaß macht – Juni 2013

Zum Anfang der Junisammelwut mal ein lustiges kleines Spiel: Candies.
Wenn man viel am Computer arbeitet, kann man dieses extrem simple Browserspiel einfach im Hintergrund laufen lassen, so Candies und Lollipops sammeln und ab und zu mal ein Quest erledigen, um Items zu sammeln und mehr Candies und Lollipops zu sammeln. Später kann man auch Tränke brauen und mehr und bessere Ausrüstung kaufen und… weiter bin ich noch nicht. Es kostet nicht viel Energie, macht aber Spaß und bringt ab und zu mal etwas Luft in den Kopf. :)

Diesen Beitrag hier bei Kleinerdrei habe ich mehrfach gelesen und kann ihn einfach nur empfehlen. Mit Schrecken beobachte ich in der letzten Zeit, wie sehr kleine Mädchen in die “rosa Ecke” gedrängt werden und frage mich, wie sich das später auswirken wird, beispielsweise auf die Zahlen an weiblichen Studenten in naturwissenschaftlichen Fächern. Als ich klein war, gab es ein Lego für alle und kleine Mädchen durften Hosen tragen. Auch blaue. Heute habe ich fast schon das Gefühl, dass die Eltern die Mädchen von Kopf bis Fuß rosa einkleiden “müssen” (warum auch immer) und ich sehe kleine Mädchen, die bei Wind und Wetter Miniröckchen tragen, anstatt schön warm eingepackt zu sein.
Aber was machen wir mit unseren Kindern, wenn wir sie so früh beschränken, indem wir sie als Junge oder Mädchen “markieren”, sodass kein “echtes” Mädchen ist, wer nicht rosa trägt und kein “echter” Junge, wer rosa mag? Mphf.
Es passierte tatsächlich, dass zwei kleine Mädchen meinen Sohn im Kindergarten fragten, ob es ihn denn nicht störe, dass auf seinem Garderobenbildchen eine der beiden Eiskugeln in der Eistüte rosa sei. Ihn störts nicht. Er mag auch (my little) Ponies und Haarspangen. Genauso gern wie Autos und Traktoren.
Genau hier liegt der Knackpunkt: Ich habe überhaupt GAR nichts dagegen, dass er Autos und Traktoren mag. Genauso sollen kleine Mädchen, wenn sie mögen, mit Püppchen spielen und rosa tragen. Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es allerdings sehr, sehr oft so, dass die Kinder das nicht selbst wollen, sondern eben gesagt bekommen, dass man das als Junge/als Mädchen so tut.
Als unser Sohn zum dritten Geburtstag eine Spielküche bekam, gab es tatsächlich Familienmitglieder, die das komisch fanden. Genau das nervt mich: Er hat eben riesigen Spaß daran, mir Brokkolikaffee zu machen oder ein Spiegelei zu braten. Wenn er bei seiner Omi ist, schiebt er mit Wonne einen (eigentlich als Dekoration gedachten) Puppenwagen umher und kümmert sich rührend um sein “Baby”. Warum soll er das nicht dürfen – bloß, weil er ein Junge ist? Kinder wollen die Welt entdecken und sich alles angucken. Alles. Um dann zu entscheiden, was sie am liebsten mögen, was ihnen entspricht und Spaß macht. Und ich finde, alle Kinder sollten die Chance haben, alle möglichen Sachen mal zu probieren, ohne Etikett, zu welchem Geschlecht etwas gehört. Wenn sie dann als Mädchen lieber Tierärztin werden wollen einen MINT-Beruf zu ergreifen, ist das vollkommen in Ordnung, solange sie die Wahl haben.

Puh, das war ein langer Text und ich habe zwischendurch überlegt, einen eigenen Beitrag daraus zu machen, aber dafür hat es dann doch nicht gereicht. :)

Jetzt habe ich noch einen Link, der mich nach meinem letzten “Was mir Spaß macht”-Artikel erreichte und der ein wenig gefährlich ist, weil stellenweise recht kalorienreich. ;)
No Kitchen For Old Men.
Miam! Vor allem diese Sache mit den Pastasaucen hat es mir angetan, denn ich bin ein Nudelmonster. Am meisten lieeeebe ich Spaghetti Carbonara, kann die aber nur essen, wenn sie selbstgemacht sind (Laktose und so) – wenn ich mir nur die Bilder anschaue, läuft mir das Wasser im Mund zusammen.
Oh, mir fällt gerade auf, dass dieser Link irgendwie zum Text darüber passt, denn die Blogbetreiber Jim und George sind vermutlich auch der Meinung, dass mein Sohn so viel in seiner Küche umherbrutzeln soll, wie er mag. :)

Ich habe den Link zum nun folgenden Video schon getwittert, aber es kann ja nicht schaden, wenn ich das hier nochmal wiederhole: Der Sänger von Machinae Supremacy über Filesharing und wie das so bei ihnen als Band so gelaufen ist. Klick hier fürs Video.
Er hat recht: Sharing is Caring, denn was ich selbst nicht mag, würde ich auch nicht teilen wollen. Ich finde es außerdem sehr angenehm, dass er den “normalen” Musikbetrieb nicht strikt verteufelt, sondern einfach einen Weg aufzeigt, diesen zu ergänzen.
Allerdings ist er wohl auch in einer sehr privilegierten Position, denn Metalfans sind (meiner Erfahrung nach) ein relativ solidarischer Haufen, der gern kauft, was er mag.
Achja: Die Band ist übrigens auch einen Klick wert – man kann auf ihrer Website ihre Musik ganz legal herunterladen. :)

Zum Schluss noch ein Tweet, zum Abrunden: