Anfangs war es mit diesem Buch so eine Sache… Ich musste mich erst einmal hineinfinden, weil es einfach eine… nunja skurrile und teilweise ironische Welt ist, um die es geht.
Wenn man sich aber mal richtig eingelesen hat, gibt es unheimlich viel zu entdecken und vor allem zum Schmunzeln. Allein die Wahl der Namen hat mir mehrmals ein breites Grinsen entlockt und die zahlreichen Anspielungen auf Literatur…

Aber von vorn: Es geht darum, dass die Grenzen zwischen Literatur und Realität mehr und mehr verschwimmen. Es gibt eine Spezialeinheit der Polizei, die sich allein darum kümmert, Fälschungen zu entlarven und die Wahrheit über die Entstehung von berühmten Werken zu finden.
Protagonistin ist eine Agentin dieser Spezialeinheit, Thursday Next. Sie wird auf Umwegen in die Ermittlung um den “Ober-Bösewicht” Archeron Hades (da ist es wieder, das Grinsen), der zuerst einen Nebendarsteller aus einem Dickens-Roman und dann die Hauptfigur aus “Jane Eyre” entführt.

Teilweise war diese Jagd auf den scheinbar unverwundbaren Hades wirklich unheimlich spannend, teilweise war es einfach amüsant und an manchen Stellen musste ich nochmal zurückblättern, weil diese verworrenen Parallel-Dimensionen die Handlung rasant und auch kompliziert gemacht haben. Trotzdem hat es unheimlichen Spaß gemacht, das Buch zu lesen!

Trotz der vielen Anspielungen auf Weltliteratur war es für mich keine schwere Kost, denn es gibt eben die Handlung an der Oberfläche, die man leicht nachverfolgen kann und die man auch versteht, wenn man die zahlreichen Bücher, auf die angespielt wird, nicht gelesen hat.

Lustig fand ich, dass im Buch Jane Eyre umgeschrieben wurde und jetzt endlich einen befriedigenden Schluss hat. ;)

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