J.W. Goethe – Italienische Reise

  • Mai 28, 2009 12:04

Zu Anfang war ich bin hin und her gerissen…

Einerseits ist es schon toll, so einen Klassiker zu lesen und zu erfahren, wie das Reisen zu Goethes Zeiten eben war, was er empfunden hat und so weiter, aber andererseits ist es stellenweise auch unheimlich zäh, weil der Maestro sich in Beschreibungen über das Essen, die Unterkunft und die Frauen ergeht, die ich eigentlich nicht wissen wollte. ;)

Irgendwann fragte mich dann jemand:  “Will man das heute eigentlich noch lesen?” Also habe ich überlegt. Will ich das?
Eigentlich sind Reiseberichte in Zeiten, wo jeder vier bis sieben Digicams, drei Handys und einen Camcorder im Schlepptau hat, ja nicht mehr “nötig”. Wozu auch? Soll doch lieber Fotos machen und nicht so viel Text schicken! Aber damals, damals brauchte man das eben. Wer seine Freunde wissen lassen wollte, wo er Urlaub gemacht hat und was er erlebt hatte, der schickte so etwas und ein paar Zeichnungen dazu. Heute schickt man Postkarten oder lädt Videos auf Youtube. Oder?

Ok, wenn ich so frage, liegt die Antwort auf der Hand: Neee!
Ich mag es, die subjektive Sichtweise Goethes zu lesen. Auch heute noch, vielleicht gerade heute, wo man überall dauernd Fotos sieht, die einen irgendwann nicht mehr interessieren. Mir geht es zumindest so, dass ich die schönsten Bilder mit blauem Meer und Palmen anschauen kann, ohne beeindruckt zu sein. Weil man sie eben überall sieht, man sieht sich satt.
Wenn Goethe aber davon erzählt, wie er Italien findet, wen er wann wo trifft und wie das Wetter war, dann ist das… einfach schön. Ok, stellenweise zieht es sich, das sagte ich schon, aber dann lese ich eben schneller. :)

Jedenfalls übertreffen die Bilder, die der gute J.W. in meinem Kopf hervorruft, jede Realität. Selbst, wenn er sich über den Müll in den Straßen beklagt, hat das noch was für sich. ;)

Und jetzt mal der Versuch einer abschließenden Meinung… hm. Gar nicht so einfach, denn es steckt so viel drin in diesem Buch.
Wie schon geschrieben, gab es Stellen, an denen ich es einfach nur langweilig fand, aber an anderen war ich einfach fasziniert von Beschreibungen über Kunst und die Menschen, die damit umgehen.

Genauso ging es mir auch mit der Person Goethe. Natürlich kann man das Buch nicht lesen wie ein Tagebuch und davon ausgehen, dass es frei von Selbstdarstellung ist, aber es gibt eben Stellen, vor allem, wenn es um seine Zeichenkünste geht, an denen zu spüren ist, dass er eben nicht “der große Goethe” ist. Er schreibt davon, dass er noch viel zu lernen hat, und dass er immer wieder andere Menschen an seiner Seite hat, die ihm etwas beibringen. An diesen Stellen war ich einfach beeindruckt, weil ich immer wieder Leute treffe, die glauben, in was auch immer sie tun, perfekt zu sein und sowieso alles zu können und sich schon gar nicht von anderen Leuten etwas sagen lassen müssen. Wenn ich aber lese, dass Goethe, der größte deutsche Dichter, davon schreibt, dass er trotz seines “hohen” Alters dieses oder jenes noch verbessern möchte, ist das schon großartig. Finde ich. :)
Da kann man einfach mal wieder sagen: Man lernt doch nie aus!

Achso, aber die andere Seite gab es auch: Er ächzt darüber, dass ihn andauernd Leute einladen und wollen, dass er mit ihnen über seinen Werther spricht. Wenn er sich so beklagt, wirkt es schon ein wenig arrogant, allerdings ist es sicher auch anstrengend, wenn man zum Einen im “Urlaub” immer angesprochen wird und dann noch dazu auf ein Werk, dessen Entstehung schon so lange zurückliegt. Ist vielleicht ein bisschen wie die Leute, die als “One Hit Wonder” immer durch Oliver Geissens Chart-Show tingeln, nur eben, dass Goethe alles andere als das ist… Er mag nur eben nicht immer dasselbe Lied singen. ;)

Linkempfehlungen – Die Familie

  • Mai 26, 2009 19:49

Ich sammle hier mal die Linkemfehlungen meiner alten Seite, bzw. die, die mir faulem Menschen ohne nachzugucken jetzt noch einfallen. Neue kommen ja dann in neuen Artikeln. Also los:

Twisted Artwork: Mein Mann, mein Schatz und mein… ok, ich will hier ja nicht schwärmen, aber er ist toll. Schauts euch an und überzeugt euch selbst!

Mercilles.deviantart.com Der Puschel und seine Fotos bei DeviantArt.

Glückspudel.de: Das Pudelrudel meiner Schwiegermama, da gibts auch ab und zu was von mir, und reinschauen lohnt sich allein wegen der Fellnasen immer! :)

Phantomwolf.de: Meine liebe Schwägerin Tina, die auch öfter mal Bilder für mich malt und die auf ihrer Seite allen möglichen Kram sammelt, den sie so verzapft.

Michael: Mein Schwager, der manchmal grandiose, manchmal auch seltsame Kunst macht. ;)

Life Is Now!

  • Mai 15, 2009 01:15

“Our life is not a fashion
Pedal to the metal
Our life is based on passion
And we live our lives the way we want”
(Hammerfall – “Life Is Now”)

Zitate des Tages – alt

  • Mai 13, 2009 01:11

Ich übertrage einfach mal der Vollständigkeit halber die Zitate des Tages, die ich bisher gesammelt hatte:

Montag, 05.01.09
“Life is finally gonna not suck so hard for us.” (Southpark, ich glaube, es war Stan)

Freitag, 10.10.08
Zitat des Tages: “Du bist mein… dunkler Zwilling. :D ” (Alex)

Samstag, 06.09.08
“Mit wieviel T schreibt man `unschuldig´?” Homer Simpson
(von Alex)

Mittwoch, 02.09.08
“Milchreis schmeckt am leckersten, wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt!”
(von Steffen)

Mittwoch, 27.08.08
“When I’m good, I’m good. But when I’m bad, I’m better.” (Mae West)
(von Alex)

Sonntag, 24.08.08

“They scream at the concerts, but they’re not screaming at the hotel room.”
(Ville Valo über Fangirls… ;) )

Freitag, 09.05.08

“Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht”
(Die Ärzte – Lasse reden)