25 Jun

Nachgebaut!

Mir ist ja durch die Klickzahlen schon länger bekannt, dass die Gitarrenständer-Bauanleitung mein beliebtester Artikel ist, aber jetzt ist endlich mal einer jemand meiner Aufforderung, mir doch bitte Bilder zu schicken, nachgekommen!
Habe mich riesig gefreut, als ich neulich eine Mail mit folgendem Bild bekam:

gitarrenständer_Frank
(Das Bild ist freigegeben unter Creative Commons CC-BY 3.0)

Zugeschickt bekam ich das Bild von Frank Kubitschek, und zwar mit folgender Nachricht:
“Ich habe Deinen Gitarrenständer nachgebaut, und abgesehen davon, dass es einer kleineren Web-Recherche bedurfte, um zu klären, was Vogelsitzbaumholz ist, hat es alles prima geklappt. Ich habe statt normaler Holzschrauben für die Verbindungen übrigens solche mit Quergewindebolzen genommen, das fand ich noch ein bisschen eleganter (und dauerhafter, falls ich das Ding zum Umziehen mal zerlegen sollte). Und als Puffer in den Schlitzen und auf den waagerechten Balken unten habe ich Filzgleiter genommen, die gab’s auch als 10cm*10cm-Platten zum Selber-Zuschneiden.”

Ich wusste gar nicht, dass es diese Filzgleiter auch in so groß gibt und ich finde die Idee ideal, weil man so die Gefahr von Verfärbungen an den Gitarren vermeidet und trotzdem perfekten Schutz vor Kratzern hat. :)

21 Jun

Klassisches Konditionieren oder: Quak.

Wir haben einen ziemlich großen, ziemlich multifunktionalen Wintergarten. Er ist zum Teil gefliest (zum Sitzen und Gehen), zum Teil nicht (zum Gemüse anbauen) und zum Teil so:
IMG_4604
Für alle, die in all dem Grün nicht richtig durchblicken: Es ist ein aus Bruchstein gemauerter kleiner Teich mit vieeel Efeu drumherum.

In diesem kleinen Teich leben einige Tiere, da wären zum Beispiel Teichschnecken (die können echt groß werden!), Goldfische (sehr scheu) und eine Horde Frösche. Jaha, eine Horde! Es sind fünf oder sechs Stück in unterschiedlichsten Größen, die auf dem (auf dem Bild wegen Grünzeug nicht erkennbaren) Wasserfällchen sitzen und sich duschen oder auch vom Fensterrahmen aus Fliegen fangen. Wir mögen sie, denn Frösche sind lustige Tiere und Fliegen eher nicht.
Dass die Frösche uns auch mögen, und zwar sehr, das wurde uns allerdings erst nach und nach klar, als wir feststellten, dass einige von ihnen uns beobachten. Rollt nicht mit den Augen! Es stimmt! Sie schauten dabei zu, wie wir am benachbarten Waschbecken herumwerkelten und wenn meine Schwiegermutter dort Hundefutter zubereitete, hatte sie oft das Gefühl, dass da noch jemand etwas abhaben möchte.

Also machten wir einen Versuch: Wir suchten einen Regenwurm und hielten ihn mithilfe einer Art Riesenpinzette über den Frosch. Dass er nicht weghopste war die erste Überraschung.
IMG_4409

Die zweite Überraschung war dann das hier:
IMG_4424

Hihi! Da unsere Familie keinerlei Erwachsene enthält und nur aus kleineren und etwas größeren und ganz großen Kindern besteht, hatten alle unheimlichen Spaß an diesem Spiel. Jeder wollte es mal probieren und das Leben wurde für Regenwürmer in unserer Umgebung nicht so spaßig. Für Frösche dagegen sehr.
Dieser eine dort, es ist eines der größeren Exemplare, wurde von uns, weil er am zutraulichsten ist und er uns irgendwie maskulin vorkam (fragt bitte nicht, wieso), Jacques getauft.

Nun kommt Jacques mittlerweile immer aus dem Mini-Urwald geklettert, wenn jemand im Wintergarten ist, er sitzt dann auf einem Seerosenblatt oder einfach nur im Wasser und schaut erwartungsvoll. Auch, wenn ich mir nicht sicher bin, ob Frösche sabbern können, steht für mich absolut fest, dass wir diesen Frosch konditioniert haben! Wann immer jemand am Teich vorbei geht, folgt Jacques ihm mit Blicken, wenn man sich dann über den Teich beugt, kommt er näher und starrt regelrecht – er bettelt!

Gestern habe ich dann einen Versuch gewagt. Kann ich Jacques wohl das Kinn kraulen? Seht selbst.
IMG_4471
Kennt sich eventuell einer von euch mit der Mimik von Fröschen aus? Ich wüsste nämlich wirklich gern, ob er das wirklich mag (er hat absolut stillgehalten!) oder ob er es nur aushält, weil er die Hoffnung auf Futter noch nicht aufgegeben hat.
Froschkinn fühlt sich übrigens ziemlich kalt und labberig an. ;)

Weil er so brav mitgemacht hat – und vielleicht auch ein bisschen, weil nicht nur wir Jacques, sondern auch Jacques uns ein wenig erzogen hat, habe ich dem guten Fröschlein dann noch eine Fliege gefangen.
IMG_4515

Nachdem er zuvor von meiner Schwiegermutter bereits zwei Regenwürmer bekommen hatte, hatte er wohl nicht mehr so furchtbar viel Hunger.

IMG_4519

Nachdem ich ihm die Fliege dann aber ein paarmal an den Mund gestupst hatte, hat er sich dann erbarmt:
IMG_4524

Vielleicht hat er es aber auch nur, weil er ja weiß, wie wir uns immer freuen, fürs Foto gemacht. Man kann dem Frosch ja nur vor den Kopf schauen und nicht hinein, gell? :)

16 Jun

Haarige Öhrchen.

bärenmützeIn einem alten Skizzenbuch habe ich neulich dieses kleine Bildchen hier gefunden und es hat mich daran erinnert, dass unser Kind eine (ähnliche ;) ) niedliche Bärenmütze getragen hat, als es noch ein Baby war.
Als ich die Mütze gekauft habe, dachte ich eigentlich nur, dass sie einfach nur wunderbar ist, weil einerseits sehr niedlich und weich, andererseits sehr praktisch, weil warm und unter dem Kinn mit Klettverschluss zu verschließen. Ich hatte nicht damit gerechnet, wie kontrovers diese Mütze und das damit gekleidete Baby zum Teil aufgenommen werden würde. Sogar in der Familie rollten einige mit den Augen und einmal wurde ich sogar beim Einkaufen von einer wildfremden Frau angebrüllt (ja, tatsächlich!). Sie äußerte sich abfällig darüber, dass “manche Leute ihren Kindern so bescheuerte Mützen aufsetzen müssen.”

Verstehen konnte ich das nicht – und ich kann es auch immer noch nicht. Natürlich ist es nicht grundsätzlich nötig, Babys niedliche Kleidung anzuziehen, denn in dem Alter ist es ihnen reichlich egal, was sie tragen, solange sie ausreichend Bewegungsfreiheit haben und alles vollsabbern können. Und natürlich ist und bleibt es das wichtigste Kriterium (oder sollte es sein), dass das Kind zweckmäßig angezogen ist: Warm genug sollte es sein – im Sommer luftig – nicht ins kleine Bäuchlein kneifen und am besten noch aus schadstofffreiem Material. Aber schadet es denn, wenn sie noch dazu niedlich aussehen in dem, was sie tragen?
Die Mütze jedenfalls habe ich noch, und sollte es jemals Kind Nr. 2 geben, wird es sie bestimmt auch tragen, aus einem einfachen Grund: Die meisten Menschen nämlich fanden Mütze und Baby absolut niedlich und reagierten dementsprechend. Das Baby im Kinder- oder Einkaufswagen wurde freundlich angelächelt, auf sein Gebrabbel wurde freundlich reagiert und so bekam das Kind jede Menge lachende Gesichter zu sehen. Und genau das ist es doch, was man seinem Kind wünscht, oder? Man möchte, gerade in den ersten Jahren, dass es positive Reaktionen bekommt, dass die Menschen ihm freundlich begegnen und es schöne Erfahrungen machen kann. Grimmige Menschen wird es in seinem Leben wohl noch genug zu sehen bekommen.

Schade, dass kaum jemand so positiv reagieren würde, trüge ICH eine entsprechende Mütze. ;)

01 Jun

Was mir Spaß macht – Mai 2013

Irgendwie laufen mir immer mal wieder die unterschiedlichsten Dinge über den Weg, die mir Spaß machen – sei es im Internet oder im “echten Leben”. Nun habe ich schon in einigen Blogs, die ich so lese, Sammlungen gesehen, die Lieblingstweets oder Lieblingstexte sammeln und als Monatsresümee veröffentlichen und ich mag die Idee, mag mich allerdings nicht auf eine dieser Sachen festlegen. Ich mag einfach gern mit euch teilen, was mir Spaß machte und euch so vielleicht inspirieren, auch Spaß daran zu haben. Ist ja immer gut, oder?

Da mir die Idee, selbst zu “sammeln” erst Mitte Mai kam und hier das totale Chaos herrscht (viel zu tun, alle sind krank, das Wetter nervt) und es mir dementsprechend extrem schwer fiel, einfach Dinge zu tun, die Spaß machen. Ich habs aber trotzdem versucht. ;)

Also los:

Zuerst das hier: Gemeinsam schreiben. Man kann hier einen englischen Text hinein tippen und zusehen, wie die “Mitarbeiter” daran herumverbessern. Mit “Mitarbeitern” meine ich: Friedrich Nietzsche, William Shakespeare, Fyodor Dostoyewsky, Emily Dickinson, Charles Dickens und Edgar Allan Poe. Probiert es einfach mal aus!

Im Mai habe ich – verglichen mit den vorangegangenen Monaten – relativ viel gebacken, was vielleicht mit an der Inspiration durch die Küchenkatze Ramona lag. :)
Schon vor Jahren habe ich einen Ordner auf meiner Festplatte angelegt, in dem ich im Internet gefundene Rezeptideen sammle, um sie irgendwann mal zu probieren. Dieses “Irgendwann” war bei den meisten Sachen eigentlich so ziemlich “nie”, doch diesmal habe ich zwei davon ausprobiert und war begeistert: Einmal waren das diese Pistazien-Whoopie-Pies, die ich einfach Whoopies nenne und in Ermangelung an gemahlenen Pistazien schlicht mit gemahlenen Mandeln gebacken habe. Sie sind einfach unglaublich wahnsinnig lecker und ich werde es bestimmt wieder tun! Das zweite Rezept waren die Scones, die ich beim zweiten Anlauf habe anbrennen lassen. :( Aber ich werde auch das Rezept nochmal machen, vielleicht mit einer Spur mehr Zucker und ein paar Heidelbeeren… Miam. 

Dann habe ich noch ein paar Bloglinks, die ich nicht unbedingt im Mai entdeckt habe (keine Ahnung, wann genau), aber das ist ja jetzt auch egal. ;)

Kitchencat erwähnte ich ja schonmal. Ich habe das Glück, die Blogbetreiberin zu kennen und öfter mal von ihren “Machwerken” probieren zu dürfen, doch auch, wenn das anders ist, lohnt sich das Lesen in jedem Fall. Liebevoll geschriebene Artikel über tolle, selbst gemachte Sachen, die entweder lecker oder schön oder gern auch beides sind – lest das!

Uuund noch etwas, bei dem ich nie weiß, ob es eigentlich zum Lachen oder zum Weinen ist: Topfvollgold. Hier werden die abstrusen Überschriften und Titelseiten der Regenbogenpresse unter die Lupe genommen – mit dem Ergebnis, dass außer heißer Luft und Bosheit eigentlich nichts dahinter steckt.

Jetzt zur Auflockerung noch ein paar Tweets:

 

 

 

 

Das war es dann schon für den Mai, ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Wenn ihr spaßige Dinge habt, dann teilt sie mir doch mal mit, wäre nett. :)