16 Mai

My Little Pony

Es ist so: Die abzuarbeitende Liste an Arbeitsaufträgen in meinem “Job-Notizbuch” (ja, ich benutze diesen altmodischen Papierkram) ist mehrere Seiten lang und nicht aktuell, denn es kommen noch einige Mails dazu; Ich müsste ungefähr 3 Maschinen Wäsche waschen; Die Liste der Texte, die ich für meine Dis durcharbeiten oder zumindest anschauen und ihren Nutzen für mich bewerten sollte, wird eigentümlicherweise immer länger anstatt kürzer; In der neuen Küche muss Farbe an die Wand; In der alten Küche steht ein Stapel schmutzigen Geschirrs auf der Spülmaschine voll mit – na? Richtig: Sauberem Geschirr;

Und? Ich hocke draußen im Stall und striegele die Ponies. Ja, ich schrieb “hocke”, denn genau das muss ich tun, um ranzukommen an unsere beiden Kleinen, die mit einer grob geschätzten Schulterhöhe von 70 cm zum Reiten höchstens für unseren “menschlichen Kleinen” taugen.

Es ist einfach unglaublich entspannend am Stall, denn es ist ruhig hier und die langsamen, gleichmäßigen Bewegungen machen den Kopf frei, sodass Ideen wie die für diesen Text hier entstehen. Warum bin ich nicht früher darauf gekommen? ;)
Während ich Hugo also striegele, immer wieder grinsen muss, weil er genüsslich den Hals biegt und ganz ohne Anbinden ruhig stehen bleibt, kommt Tommy an, schnobert an mir und prustet mir ins Haar. Gut, das ist jetzt vielleicht nicht jedermanns Sache, mit dem typischen Pferdegeruch und eventuell auch noch einer kleinen Spur Sabber, aber ich genieße es sehr. Wisst ihr eigentlich, wie wahnsinnig weich so eine Pferdenase ist? :)

Ponies
Wunderbare Rasenmäher: Links fressend Hugo, rechts schauend Tommy. Die Weide ist übrigens nicht wirklich so winzig, wie es hier ausschaut, wir müssen nur die kleinen Bäumchen einzäunen, damit diese nicht mitgefressen werden.

Die Beiden – es sind übrigens Mini-Shetlandponies – leben jetzt seit etwas mehr als einem Jahr bei uns, gleich hinter dem Haus in dem Stall, der jahrelang leer stand, weil die Isi-Herde, die hier früher wohnte, mit den Jahren immer kleiner wurde und irgendwann dann ganz verschwunden war.
Ich selbst bin nie sehr gut darin gewesen, oben auf den Pferden drauf zu hocken, hatte aber immer Spaß an allem drumherum – also sind diese kleinen Pferdchen meiner Meinung nach ideal, zumal ich sie auch einfach unglaublich knuffig finde. :)

Woher die Jungs ursprünglich kommen, wissen wir nicht genau. Wie haben sie von einem Hof, dessen Besitzer dank “Animal-Hoarding” wirklich, wirklich viele Pferde in allen Größen, Farben und Formen angesammelt hatte und nun durch den Amtsveterinär gezwungen war, einige abzugeben. Wir mussten uns sehr beherrschen, bei den beiden abgesprochenen zu bleiben und nicht noch mehr einzupacken, denn obwohl der Besitzer wahnsinnig nett war und auf dem Hof eine Schar Helferinnen umherwuselte, die nach Kräften die Pferde pflegte, fütterte und bewegte, waren es einfach zu viele, als das sie ihnen hätten gerecht werden können.
Dass die Beiden dort keinesfalls schlecht behandelt worden sind, merkte man schon bei ihrer Ankunft an ihrem Verhalten: Sie kamen hier an, stiefelten aus dem Pferdeanhänger, steckten die Nase ins Gras und fingen an zu fressen. Als kurze Zeit später die Hunde angestürmt kamen und sie ankläfften, hoben sie kurz den Kopf, fraßen dann aber in Ruhe weiter. Weder knatternde Traktoren noch kleine und große Menschen noch (abstürzende) ferngesteuerte Hubschrauber bringen sie aus der Ruhe.

Das Einzige, was Tommy und Hugo stressen kann?
Futtermangel! ;)

13 Mai

Nachtrag zum Landleben

Schon seit einer Weile habe ich ein schönes Bild auf meiner Festplatte und wollte es immer “nachliefern” zu meinem letzten Eintrag über das Landleben und darüber, wie ich hier (manchmal) arbeite. Da jetzt gerade das Wetter ganz schön fies, kalt und regnerisch ist, ist es auch sehr schön, sich das nochmal anzuschauen – das war Ende April.

Landleben

Man sieht, dass die Wiese noch nicht so ganz grün war (wenn es nicht so nass wäre, würde ich gerade nochmal ein Bild machen, um zu zeigen, wie die Natur “explodiert” ist in der Zwischenzeit), doch das Arbeiten ist so einfach paradiesisch. :)

Außerdem im Bild – ganz typisch fürs Landleben -  der Monster-DDR-Traktor meines lieben Schwiegervaters, mit dem er seiner Buddellust frönen kann (auf diese Art ist auch der Teich entstanden ;) ).